M.A. Kunstwissenschaft und Filmwissenschaft

Beschreibung des Studiengangs

Der zweijährige Masterstudiengang Kunstwissenschaft und Filmwissenschaft zielt auf die Bildung von Wissen, Reflexionsfähigkeit und Kompetenzen für eine Tätigkeit im Bereich der kunst- und filmwissenschaftlichen Forschung, sowie auf eine Qualifikation für relevante Arbeitsbereiche in wissenschaftlichen und kulturellen Institutionen der Kunst und des Films. Über die Verbindung der beiden Fachwissenschaften Kunstwissenschaft und Filmwissenschaft eröffnen sich wechselseitig ergänzende Perspektiven auf die Gegenstände der bildenden Kunst, des Films und der (audio-)visuellen Kultur. Das zentrale Kennzeichen des Studienangebots liegt in der Verbindung von universitärer wissenschaftlicher Qualifikation und anwendungsorientierter Forschungs- und Projektarbeit in Kooperation mit Archiven, Sammlungen und Kulturinstitutionen.

Studieninhalt ist eine systematische Erarbeitung von theoretischen, ästhetischen, historischen und berufspraktischen Kenntnissen in den komplexen kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhängen von Kunst, Film und Gesellschaft. Grundlage ist die Analyse der spezifischen Qualitäten der Gegenstände der bildenden Künste, des Films, der (audio-)visuellen Kultur und der Architektur, sowie Prozesse ihrer Produktion und Rezeption. Die Auseinandersetzung mit Werken, ihrer Ästhetik und ihren Produktionskontexten umfasst Formen und Dispositive ihrer Teilhabe an gesellschaftlichen Diskursbildungen und sozialen Handlungskulturen. Im Masterdurchgang mit Beginn WiSe 2018/19 werden folgende Studienschwerpunkte in den Kernbereichen angeboten:

Studienschwerpunkt Kunstwissenschaft

Kunst_Raum: Konzepte von Subjekt, Körper, Geschlecht in Kunst, Visueller Kultur und Architektur

Die Auseinandersetzung mit Diskursen und Praktiken des Ästhetischen wird exemplarisch anhand von Analysen gegenwärtiger und historischer Produktionen und Rezeptionen von Bildern, Materialitäten und Räumen erarbeitet. Vorstellungen und Vermittlung von Künstler*innenschaft, Zeigeordnungen des Ausstellens und Muster der Kunstgeschichtsschreibung bilden thematische Schwerpunkte (u.a. Positionen zum Verhältnis von Raum, Körper und Kleid oder zu Stadt und Kunsträumen der Gegenwart, Moderne und Geschichte mit einer Arbeitswoche in Venedig und auf der Biennale).

Studienschwerpunkt Filmwissenschaft

Lebensgemeinschaften und Kino

Die Auseinandersetzung mit Diskursen und Praktiken des Ästhetischen wird exemplarisch anhand von Analysen gegenwärtiger und historischer Konstellationen von Lebensgemeinschaften und Kino erarbeitet. Im Zentrum stehen dabei alte und neue Formen des Zusammenlebens. Seit seinen Anfängen reflektiert das Kino das Leben in Gemeinschaften: neben klassischen Familienkonstellationen, ihrem Zerfall und ihrer Wiedergeburt, finden sich dort auch familiäre Wohngemeinschaften und queere Lebensformen. Lebensgemeinschaften sind aber auch Produktionsgemeinschaften, die Filme und Kino hervorbringen – Film und Leben als gemeinschaftliche Praxis miteinander verbinden. Film und Kino sind dabei zugleich Experimentierfeld, Reflexionsort und Heterotopie (Räume des Anderen), die aus der Enge von gegebenen Familien herausführen und neue Gemeinschaften begründen. (Mit einer Arbeitswoche während des Internationalen Bremer Symposiums zum Film 2019)

Bewerbung und Einschreibung

Die Bewerbungsmodalitäten regelt die Aufnahmeordnung. Zu den Bewerbungsunterlagen zählt neben den Schul- und Hochschulabschlusszeugnissen ein "Letter of Motivation", in dem Sie bitte auf max. 2 Seiten darlegen, warum Sie dieses Masterprogramm studieren wollen, welche Voraussetzungen Sie mitbringen, worin Sie sich verbessern möchten und welche Berufsperspektive Sie ggf. ins Auge fassen. Bewerberinnen und Bewerber, die sich noch in der Abschlussphase eines relevanten BA-Studienganges befinden, müssen zur Ermittlung des Notendurchschnitts mindestens 150 Credit Points nachweisen.

Aufbau des Studiengangs

Das Studium umfasst 10 Module. Dazu gehören 5 Kernmodule (A) aus der Kunstwissenschaft und Filmwissenschaft zu theoretischen, historischen und methodischen Grundlagen, zu systematischen wie exemplarischen Vertiefungen, zu Forschungsformaten und zur Masterarbeit, 1 Modul aus dem Ergänzungsbereich (B) zu Archiven, Sammlungen und Ausstellungen, 2 Module aus dem Praxisbereich (C), sowie 2 Integrationsmodule (D) zur Kultur- und Vermittlungstheorie und ein begleitetes Selbststudium. Die Kernmodule erarbeiten und vertiefen systematisch die fachlichen Grundlagen der Kunstwissenschaft und Filmwissenschaft und befähigen zur eigenständigen, theoriegeleiteten Forschungsarbeit. Der Ergänzungs- und Praxisbereich bietet Raum für individuelle Schwerpunktsetzungen des Studiums an den Schnittstellen von Theorie- und Praxisfeldern. Die Integrationsmodule erschließen systematisch die Kontexte von Kultur- und Vermittlungstheorie, und begleiten individuelle Schwerpunktsetzungen des Studiums. Im Laufe des Studiums lernen die Studierenden so exemplarisch Arbeitsfelder der Kunstwissenschaft und Filmwissenschaft sowie der Projektarbeit kennen. Der modulare Aufbau des Studienangebots und die Gliederung in Kern-, Integrations-, Praxis- und Ergänzungsbereich erleichtert die Orientierung und unterstützt die Studierbarkeit.

Ziele des Studiums

  • Erwerb von Wissen, Reflexionsfähigkeit und Kompetenzen im Bereich Ästhetik, Theorie und Geschichte der bildenden Kunst, des Films und der (audio-)visuellen Kultur;

  • Qualifikation für wissenschaftliche Forschung auf den Gebieten der Kunstwissenschaft und Filmwissenschaft, Karriereweg Promotion;

  • Qualifizierung für eine professionelle Arbeit in einem weiten Spektrum von kulturellen Institutionen Sammlungen und Archiven, in denen kunst- oder filmwissenschaftlich gearbeitet wird;

  • Erwerb von Schlüsselqualifikationen im Bereich der Forschungspraxis und der Projektarbeit, Rhetorik, Gestaltungs- und Moderationsfähigkeit.

Kontakt

Prof. Dr. Irene Nierhaus
GW2 B3945
Tel.: +49 (0)421 218-67710
e-Mail: nierhaus[at]uni-bremen.de

Prof. Dr. Winfried Pauleit
GW2 B3930
Tel.: +49 (0)421 218-67720
e-Mail: pauleit[at]uni-bremen.de

PD Dr. Viktor Kittlausz
GW2 B3920
Tel.: +49 (0)421 218-67743
e-Mail: viktor[at]uni-bremen.de

Sekretariat:

Sabine Melchert
GW2 B3890
Tel.: +49 (0)421 218-67701
e-Mail: melchert[at]uni-bremen.de

Katharina Gossen
GW2 B3890
Tel.: +49 (0)421 218-67700
e-Mail: gossen[at]uni-bremen.de